Montag, 5. Juni 2017

The Coathangers @ Cologne, MTC (2.6.2017)

Gitarristin
Ein Tag zuvor sah ich durch Zufall, dass das Konzert der Coathangers in München ausgefallen war. Wie ich dann herausfand aufgrund der Erkrankung der Bassistin. Hmmm. Sowas ist immer doof und erst am Mittag des Kölner Konzertes wurde Entwarnung gegeben: der Konzert sollte stattfinden. Es wäre wirklich sehr schade gewesen. Hatte ich die Band doch im Jahr zuvor auch in Köln gesehen...und das war klasse gewesen. Als ich dann losfahren wollte, stellte ich fest, dass der linke Hinterreifen platt war. Wunderbar. Eine Schraube hatte sich in den Reifen gedreht. So fuhr ich mit Verspätung los, erreichte aber dann doch das MTC kurz vor Einlass...wie ich dachte. Doch die Band war noch nicht da. Kaum verwunderlich zu Beginn des Pfingstwochenendes. Da ist die Strecke von München nach Köln eher ambitioniert. Aber alles nicht schlimm. Vor dem MTC traf ich Martin. So verkürzten wir uns die Wartezeit mit Essen und einem Getränk. Und da just in dem Moment wo wir losgingen der Bandbus auch eintraf, war klar, dass sich alles nicht sehr nach hinten schieben würde. Schon deshalb nicht, weil um 23.00 das Partyprogramm starten sollte.

Bassistin
Drummerin
Das MTC war recht gut gefüllt. aber alles andere als ausverkauft. Es spielte - trotz Ankündigung - keine Vorband, was ich nicht besonders bedauerte. Gegen 21.30 betrat dann die Band die Bühne. Dachte ich erst, dass die Coathangers eine neue Schlagzeugerin hätten, verflüchtigte sich dieser Eindruck im Laufe des gut einstündigen Sets. Hatte sie letztes Jahr noch lange dunkle Haare, hatte sie jetzt kurze blondierte Haare. Die Performance war identisch - und wie ich dann später zuhause nachhalten konnte angesichts der Fotos vom letzten Jahr: auch die Tattoos waren die gleichen. Meinte hinterher Martin, dass die Band in der ersten Hälfte ein wenig lahm gewesen sei, so hatte ich auch das Gefühl, dass die Band irgendwie mit angezogener Handbremse startete. Vermutlich hing das damit zusammen, dass die Bassistin noch nicht ganz fit war (statt Kaltgetränk kam sie mit einem Becher Tee auf die Bühne) - zudem war sie nach langer Fahrt erst kurz vorher dem Bandbus entstiegen. So dauerte es etwas, bis die Band auf Betriebstemperatur war. Trotzdem war es ein exzellenter Set. War das letzte Album - Nosebleed Weekend - schon ein ziemlicher Knaller, legte die Band jetzt mit einer 5-Track 12 Inch nach, die den Longplayer sogar noch toppt. Wie schon im letzten Jahr kam es zum Ende es Sets zum fröhlichen Instrumenten-Tausch. auch hier stach - wie schon im letzten Jahr - die Drummerin heraus, die wahrlich mehr kann als am Schlagzeug zu sitzen. Das ist schon eine verrückte Band. Abgeschlossen wurde dann der Set mit dem obligatorischen "Squeeki Tiki".
Wenn es überhaupt etwas zum Kritisieren gibt: der Sound war an einer Stelle schlecht...den die Vocals waren viel zu leise. Nun denn. Ich fuhr auf jeden Fall vergnügt wieder zurück nach Hause. Ich würde mich freuen, wenn die drei nächstes Jahr wieder nach Deutschland kommen. Coole Band.

Johnny
Dumb Baby
Smother
Down Down
Nosebleed Weekend
Burn Me
Make It Right
Perfume
Wipe Out
Springfield Cannonball
Watch Your Back
Had Enough
Arthritis Sux
Parasite
Shut Up
Cheap Cheap
Squeeki Tiki

Nestle In My Boobies
Sex Beat (The Gun Club)

Hurricane
Captain’s Dead

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