Mittwoch, 14. Juni 2017

Dinosaur Jr & Purling Hiss @ Bochum, Zeche (13.6.2017)

Dinos
Eine Woche Urlaub und darin enthalten, zweimal direkt hintereinander in die Bochumer Zeche zu fahren. Ich war schon recht früh unterwegs, weil ich unbedingt an der Ruhr-Universität Station machen wollte. Immerhin hatte ich fast 8 Jahre dort studiert, gelebt und - ohne die Vergangenheit zu romantisieren - eine wunderbare Zeit gehabt. Danach ging es in die Bochumer City und dann zum Wattenscheider Bahnhof, wo ich Burkhard abholte. Gemeinsam fuhren wir dann direkt zur Zeche, wo anfangs - dann auch in der Halle - erschreckend wenig Menschen waren. Am Ende füllte sich dann doch das Venue - ausverkauft war es aber nicht.
Ich habe es schon früher geschrieben: mit der Zeche verbinden mich viele schöne Erinnerungen. Ich habe hier viele Bands gesehen. Witzigerweise gibt es jetzt in der Zeche einen Monitor, an dem man alle Bands ablesen kann, die da jemals gespielt haben. Und in "meiner" Bochumer Zeit hatte ich das Glück, dann auch zu Fuß nach Hause laufen zu können. Das war immer sehr praktisch.
Nun denn. Als Vorband spielte eine Band namens "Purling Hiss". Die Band war ok. Stilmäßig irgendwo zwischen Grunge, Psychedelic und Stoner-Rock. Irgendwie passte der Support gut zum Hauptact. Burkard fand den Gesang schlecht. Ich kann da nicht so viel zu sagen. Gut war der Sänger sicherlich nicht. Aber das Trio drosch frohgemut auf ihre Instrumente und spielte einen ca. 40 minütigen Set, der ganz ordentlich war.
Ghostdrummer
Nach einer relativ kurzen Umbaupause begangen dann Dinosaur Jr. ihren Set. Überraschungen waren nicht zu erwarten - auf jeden Fall nicht im Blick auf die Setlist. Allein das Betreten der Bühne ist schon eine Bemerkung wert: während der Schlagzeuger - Murph - fast noch als agil zu bezeichnen ist, schleicht Mastermind J Mascis wie ein Greis über die Bühne. Und Lou Barlow? Der kam so auf die Bühne als hätte er die ganze Zeit vorher geschlafen. Jedenfalls leicht orientierungslos. Dann aber - sobald alle drei zu spielen begonnen haben - änderte sich alles: J Mascis erwacht zum Leben und zaubert 90 Minuten mit seinen verschiedenen Gitarren. Und diesmal hat er sogar das eine oder andere Mal zum Publikum gesprochen. Sondermeldung! Und genauso Lou Barlow: der fing an - barfuß wie immer - auf der Bühne rumzutänzeln, wobei man sein Gesicht kaum zu sehen bekam...angesichts der Haare, die notorisch im Gesicht hangen. Und Murph drosch auf sein Schlagzug ein. Nur ab und zu stand er auf, um sich mal die Füße zu vertreten. Das Alter eben.
Unter dem Strich war das das beste Konzert - im Vergleich zum November und Juni letzten Jahres. Der sound war erstklassig, was eben an der Zeche liegt. Es war auch gar nicht so überlaut wie sonst. Und es bot auch wieder die Besonderheit, die schon im November sehenswert war: bei "The Wagon" spielten zwei der Roadies mit... einer Schlagzeug...einer Gitarre. Welche Band macht so was schon? Respekt! So verließen wir die Zeche zufrieden und ich setzte Burkhard wieder am Wattenscheider Bahnhof ab und fuhr nach Düsseldorf. Schöner Abend!

Das war die Setlist von Purling Hiss:

Teddys
Run
Almost
Dreams
Mercury
Fever
Lolita
USA

Das war die Setlist von Dinosaur Jr

Thumb
Goin Down
Lost All Day
Love Is
The Wagon
Watch the Corners
Tiny
Feel the Pain
Tarpit
Knocked Around
Start Choppin
I Walk for Miles
Budge
Freak Scene
Gargoyle

Just Like Heaven (The Cure)

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen